Das war 2018 – und die Frage: Kann’s noch besser werden? (Teil 2)

Die erste Hälfte unseres Reisejahres 2018 hatte schon ein paar einmalige Eindrücke für uns bereit gehalten. Die Polarlichter auf den Lofoten werden wir so schnell nicht vergessen. Zwei kürzere Trips hatten uns nach London und in’s Elsass geführt. Aber das waren ja noch nicht alle Reisen in 2018. Weiter ging’s in den Süden, nach Dalmatien. Mit Sonne, Strand und vielen Wasserfällen.

Dalmatien, Kroatien

Einer unserer ersten gemeinsamen Urlaube hatte uns seinerzeit nach Kroatien geführt. Das war noch zu Zeiten, als man Landkarten auf Papier verwendet hat, das Internet an einem Kabel hing und Digitalkameras mit 2 Megapixeln der letzte Schrei waren. Seitdem sind ein paar Jahre vergangen, wir haben ein bisschen mehr von der Welt gesehen und waren deswegen sehr neugierig, wie’s uns ein zweites Mal dort gefallen würde. Dieses Mal sind wir ein bisschen südlicher gefahren, Richtung Dalmatien. In der Gegend zwischen Zadar und Split haben wir einige schöne Tage verbracht. Waren im Nationalpark Krka wandern zwischen Wasserfällen, haben ein paar entspannte Tage auf den Inseln Pag und Hvar henossen und waren unterwegs auf Winnetous Spuren im Nationalpark Paklenica.
Zum Abschluss sind wir, wie schon beim letzten Mal (also fast schon traditionell), noch zu den Plitvicer Seen gefahren, der Ort, welcher uns vom letzten mal noch am eindrücklichsten im Gedächtnis geblieben ist (was nicht zuletzt an einem suboptimal ausgewählten Zeltplatz liegt, welcher zwar sehr idyllisch war doch in einer Regennacht eklatante Nachteile aufzuweisen hatte). Wir haben dieses Mal an den Seen einen Nachmittag und einen Vormittag verbracht. Früh am Morgen und spät am Abend haben die Seen immer noch eine besondere Faszination versprüht. Das Wasser, welches überall in kleinen Wasserfällen nach unten fließt, die schön angelegten Stege auf denen man zwischen den Wasserläufen laufen kann und die türkisblauen Seen sind schon was Besonderes. Was allerdings auch nur morgens und abends zur Geltung kommt, bevor die ganzen Reisebusse anrücken und nachdem sie am Nachmittag den Park wieder gen Zagreb verlassen haben. Dann fällt der Park wieder in eine verträumte Natürlichkeit (die durch die bange Frage, ob man das letzte Boot für die Rückfahrt noch erwischt, wieder ein wenig aufgelockert wird).

Hvar

Hvar

Split

Split

Nationalpark Krka

Nationalpark Krka

Makarska Riviera

Makarska Riviera

Steinernes Meer, Österreich

Im August stand dann noch ein wenig Wandern in den Alpen an. Dieses mal haben wir uns das Gebiet um den Hochkönig / Steinernes Meer ausgesucht. Am Ortsrand von Saalfelden haben wir ein wunderschönes Appartment gefunden, von dem aus man in klaren Nächten sogar die Milchstraße sehen konnte. Tagsüber haben wir uns auf Bergen und Almen herum getrieben, sind in Kaprun zu den Stauseen hoch gefahren und haben einfach ein paar schöne Tage genossen. Und abends dann noch die restlichen Planungen für den nächsten Urlaub finalisiert. Denn dieser sollte einer der planungs-intensivsten Urlaube werden, die wir bisher hatten. Und es hat sich (im Rückblick) jede Minute der Vorbereitung gelohnt.

Hochkönig Massiv

Hochkönig Massiv

Seisenbergklamm

Seisenbergklamm

Blick auf's Steinerne Meer

Blick auf’s Steinerne Meer

Stauseen Moserboden bei Kaprun

Stauseen Moserboden bei Kaprun

Japan

Es sollte, neben unseren Tagen auf den Lofoten, das Highlight des Jahres werden. Drei Wochen hatten wir uns für dieses faszinierende Land Zeit genommen. Es sollten drei Wochen voller neuer, faszinierender und unvergesslicher Eindrücke werden. Gestartet sind wir in Kyoto mit seinen Tempeln, Schreinen und Gärten. Die Vielzahl an Tempeln und Schreinen, deren unglaublicher Detailreichtum und die Atmosphäre in den (wenigen) Minuten, wenn man mal einen Moment in einem Schrein ganz für sich allein hat, sind unvergesslich. Und hatten wir so auch noch nirgends sonst erlebt. Die Faszination ging bei den Gärten weiter. So durchdacht, so gepflegt und so vielfältig … Man konnte Stunden in ihnen verbringen und immer wieder neue Facetten entdecken.
Nach ein paar Tagen in Kyoto ging es in’s ländliche Japan. In die Alpen und auf die Kii-Halbinsel. Nicht jedoch ohne davor noch am Fujisan gewesen zu sein. Die meiste Zeit hat er sich in Wolken gehüllt. Aber wir konnten immerhin kurz mal seinen fast wolkenlosen Gipfel aus der Nähe sehen. Die Tempel von Nikko und die Alpen konnten wir dann in den nächsten Tagen im herrlichsten Herbstlaub erleben. Geplant hatten wir’s nicht, aber beeindruckt hat’s uns tief. Ebenso die Tempel der Pilger auf der Kii-Halbinsel, der ursprünglichste Teil unserer Reise durch Japan.
Die letzten Tage unserer Reise haben wir in Tokyo verbracht. Die Stadt ist einfach riesig. Die Menschenmassen in den großen Bahnhöfen zur Rush Hour überwältigend. Und die Lichter der Stadt bei Nacht wunderschön. A prospos Lichter: Mit das Spektakulärste, was wir je mit Licht gesehen haben, war das Digital Art Museum. Es hier zu beschreiben würde den Artikel sprengen. Was es mit den Polarlichtern in gewisser Weise gemein hat: Es sind beides Phänomene aus Licht und beides lässt sich nicht adäquat mit Worten beschreiben. Man muss es einfach erleben.

Goldener Pavillon, Kyoto

Goldener Pavillon, Kyoto

Passstrasse

Passstrasse

Tempel in Koyasan

Tempel in Koyasan

Digital Art Museum, Tokyo

Digital Art Museum, Tokyo

Sonnenuntergang mit Mt Fuji im Hintergrund, Tokyo

Sonnenuntergang mit Mt Fuji im Hintergrund, Tokyo

Hier schließt sich nun auch der Kreis eines umwerfenden Reisejahres. Und obwohl es schon April ist, sind die Erinnerungen immer noch so frisch, als wären wir gestern erst in einer kalten, sternenklaren Nacht an einem Strand auf den Lofoten gestanden oder wären vorgestern erst durch einen mit Herbstlaub gefärbten Tempelgarten in Japan spaziert.

  Das war 2018 - und die Frage: Kann's noch besser werden? (Teil 1)