Vinschgau – Unterwegs auf dem Meraner Höhenweg

Ein kurzer Blick in diverse Wetter Apps und schnell war klar, dass die Alpennordseite eher weniger dazu geeignet war, ein paar Tage in den Bergen zu verbringen. Ganz anders sieht’s zur Zeit ein wenig südlicher aus. Also, Wanderschuhe in’s Auto gepackt und los gen Süden. In den Dolomiten ist in höheren Lagen der Winter noch nicht so ganz vorbei deshalb wollen wir uns das Vinschgau mal etwas genauer ansehen. In der Nähe von Naturns haben wir ein nettes Appartement (Residence Hochwart) gefunden.

Und nach einigen regnerischen Tagen kam heute morgen auch hier genau rechtzeitig die Sonne heraus. Zum Aufwärmen erst einmal was Leichtes. Zum Beispiel eine Etappe des Meraner Höhenwegs. Von Katharinenberg im Schnalstal aus laufen wir Richtung Meran. Auf schmalen Pfaden laufen wir durch bunte Blumenwiesen mit Pusteblumen, gelben Butterblumen und Sauerampfer. Im Wald blühen immer wieder Schlüsselblumen. Vorbei geht’s an Bauernhöfen und Almen und rings um uns herum strahlen die weiß überzuckerten Bergspitzen in der Sonne.

Nach knapp einer Stunde kommen wir aus dem Schnalstal heraus. Der Blick weitet sich, wir sehen nun fast bis Meran. Wir fragen uns, welcher der Berge nun denn der Ortler sein mag. Finden es nicht heraus. Entdecken dann tief unten im Tal die Burg Juval, die den Eingang des Schnalstals bewacht und laufen noch weiter bis zur Lint Alm. Dort finden wir ein windgeschütztes Bänkchen mit Ausblick (definitiv einem der besseren Ausblicke, dir wir auf Bänkchen bisher hatten) und entscheiden uns dazu, dass das jetzt ein guter Zeitpunkt zum Umkehren wäre.

Auf gleichem Weg wandern wir zurück nach Katharinenberg.

Und wo wir schon mal im Schnalstal sind fahren wir noch weiter zum Vernagt Stausee am Ende des Tals. Die Tour rund um den See ist uns dann aber doch etwas zu lang.

Außerdem gibt ein Stausee mit wenig Wasser einen eher traurigen Anblick ab. Also steigen wir nur kurz aus, laufen ein paar Meter auf die Staumauer und sind dann doch noch neugierig, wie der eigentlich Talschluss aussieht. Etwas unerwartet finden wir … Ein Skigebiet. Um nochmals ein bisschen zu wandern kommt der Schnee hier noch zu tief runter. Also machen wir uns wieder auf den Weg zurück zum Appartment. Nicht ohne vorhin noch ein Eis zu naschen…

(Tourangaben: 12 km, 450 Höhenmeter)

  Das war 2018 - und die Frage: Kann's noch besser werden? (Teil 2) Partschinser Wasserfall