Wir starten mit tiefhängenden Wolken in den Tag. Doch aus monochrom wird gegen Mittag hell und farbenfroh. Die Sonne kommt durch die Wolken durch.
Wer hier hoch im Norden allerdings Einsamkeit sucht, der ist rund um Tromsø falsch. Tromsø ist einfach und gut zu erreichen, und entsprechend gut besucht.
Doch ist es der nördlichste Punkt, den wir bisher bereist haben.

Beim Ersfjord Aussichtspunkt geht es ein kleines Stück bergan, bis man dann die Aussicht auf den Fjord genießen kann. Es ist laut, in allen Sprachen wird gesprochen, gerufen und gelacht. Und natürlich ganz wichtig: viele Selfies gemacht. Blendet man dies alles aus, ist es ein schöner Ort. Noch ist der Himmel zweigeteilt, eine Seite grau bewölkt, die andere blau.




Auf der Sommeroy Halbinsel weiter westlich, das gleiche Bild. Die wunderbare Einsamkeit und Abgeschiedenheit, die diesen Ort so besonders macht – fühlt man nicht so richtig. Auf den Fotos kann man den Trubel um einen herum gut ausblenden. Die bunten Häuser leuchten in der mittlerweile tiefstehenden Sonne. Das Wasser glänzt tiefblau.






Was sonnig aussieht, ist in Wirklichkeit eisig kalt. Der Wind bläst stark und kalt. Es gibt einige Schneeverwehungen auf der Straße. Eine Straße ist sogar deshalb nicht mehr befahrbar, wie uns eine freundliche Dame im entgegenkommenden Auto erklärt. Das hatten wir auch noch nicht. Überall sind Raumfahrzeuge im Einsatz. Hier wird mit großem Gerät gearbeitet.


Am Nachmittag gegen 14 Uhr dann plötzlich Ruhe. Es wird leerer, es sind nur noch vereinzelte Touristen unterwegs. Wir trotzen der Kälte noch etwas und genießen die tiefstehende Sonne.
Abends machen wir noch einen kurzen Abstecher nach Tromsø. Hier liegt gerade die Hurtigrute Trollfjord vor Anker. Der Ort selbst beeindruckt uns nicht so sehr. Ein paar nette Gassen, die Brücke und Kirche – gut für wenige Stunden.
Abends dann die Polarlicht-Vorhersage mit geringer Aktivität, entsprechend sind die türkisgrünen Lichter am Himmel mit bloßen Auge kaum zu sehen.
