2016 – Von Singapore bis San Francisco

Schon häufig hatten wir uns am Ende eines Jahres überlegt, ob wir einen Jahresrückblick schreiben sollten. Wo wir überall waren. Was wir alles erlebt haben. Und was von alledem hängen geblieben ist. Irgendwie haben wir’s dann doch nicht gemacht. Warum auch…
Aber das Jahr 2016 hat dann doch irgendwie einen Mini-Jahresrückblick verdient. Es war immerhin eines unserer reiseintensivsten Jahre. Los ging es im März in Singapur und zu Ende ging es im Oktober in San Francisco. Und dazwischen ist ganz schön viel passiert…

Aber der Reihe nach.

Das noch recht frische Jahr ging mit einer Überraschung los. Nachdem die Zeitschrift DigitalPhoto Ende 2015 schon einen Artikel über unseren Blog veröffentlicht hat, erschien der gleiche Artikel nochmals in einer anderen Zeitschrift. Der Nikon Bibel. Und wie schon bei der ersten Veröffentlichung waren wir wieder stolz wie Oskars 🙂

Singapore

Die erste Reise des Jahres führte uns nach Singapur. Vor ziemlich genau zehn Jahren sind wir für ein paar Monate dort gewesen. Nun wollten wir uns ansehen, wie sich die Stadt im Laufe der letzten 10 Jahre gewandelt hat. Und sie hat sich gewandelt. Architektonisch sind viele neue schicke Bauten dazu gekommen. Was das Shopping-Erlebnis angeht (für uns normalerweise eher nicht so relevant 😉 ) sind viel mehr westliche Marken vertreten.
Aber vieles ist zum Glück auch geblieben. Die Foodcourts mit ihren leckeren Düften und den exotischen Gerichten. Die kostenlosen Konzerte an der Marina Bay, an der wir die meisten unserer Abende verbracht haben. Und irgendwie wirkten noch viele andere Dinge seltsam vertraut. Obwohl schon soviel Zeit vergangen war, seit wir das letzte Mal dort gewesen sind. Bis zum nächsten Mal wird es sicherlich keien zehn Jahre mehr dauern…

Zillertal

Nach unseren Tagen in Singapur gab’s dann ein bisschen Kontrastprogramm: Der Winter war vorbei, der letzte Schnee gerade getaut und Frühling stand vor der Tür. Dann sind wir zum Wandern in’s Zillertal gefahren. Für ein paar Tage einfach die Seele baumeln lassen. Freunde in Innsbruck besuchen. Und leckeres Tiroler Essen genießen. Die paar Tage gingen viel zu schnell vorbei. Aber wir hatten zu dem Zeitpunkt auch noch ein kleines Projekt weiter zu planen. Insofern war erst mal Urlaubspause angesagt. Aber der nächste Urlaub war trotzdem schon in Planung.

Stockholm

Und dieser führte uns nach Schweden. Genauer gesagt nach Stockholm und die Gegend um Stockholm herum. Der Anlass der Reise war ein ganz Besonderer. 🙂 Und der Start in den Urlaub war auch recht speziell. Es war einer dieser Tage, der unerwarteterweise extrem mies gestartet ist (bzw. erst mal ist nix gestartet. Das Flugzeug, mit dem wir eigentlich starten wollten konnte nämlich auf dem Rollfeld plötzlich nicht mehr geradeaus fahren). Aber nach diversen Turbulenzen und Umwegen sind wir dann doch in Stockholm angekommen, haben uns den Mietwagen geschnappt und sind an einen schwedischen See gefahren. Und haben dort eine der coolsten Unterkünfte gefunden, in denen wir bis jetzt gewesen sind.
Nach den Startschwierigkeiten entwickelte sich der Urlaub auch prächtig weiter. Ein Abstecher in die Schären vor Stockholm war auch noch drin. Und Stockholm selber war ein Traum. Perfektes Wetter, nette Menschen und eine echt entspannte Atmosphäre.
Und auch die Unterkünfte in diesem Urlaub waren allesamt Volltreffer. So etwas hatten wir auch noch nicht gehabt.

Lech

Dann war es endlich soweit. Das Projekt, welches wir schon länger geplant hatten, kam zu einem wunderschönen Abschluss. Und Teil zwei der entsprechenden Reisen stand auch schon bald bevor.
Aber zwischendurch sind wir nochmals für ein paar Tage in die Berge gefahren. Dieses Mal nach Lech. Dass wir dort gelandet sind war eher Zufall und dem geschuldet, dass wir spontan noch eine sehr nette Pension gefunden haben.
Die Wanderungen um Lech herum waren dann aber echt schön. Speziell die erste Etappe des Lechwanderwegs hat uns sehr gut gefallen. Vom Formarinsee ging es zurück nach Lech. Die weiteren Lechweg-Etappen stehen nun auch bei uns auf der Wanderliste.

USA Südwesten

Knapp siebeneinhalbtausend Kilometer in vier Wochen. Temperaturunterschiede von knapp über 0°C bis 50°C. Und Nachts in der Wüste stehen und auf die Milchstraße warten. Das sind nicht so die typischen Merkmale für eine HoneyMoon-Reise. Aber was ist schon typisch 🙂
Eine Reise, die wir schon lange vorgehabt haben. Irgendwie hat es nie so richtig gepasst. Jetzt hatten wir aber mal 4 Wochen Zeit um uns den Südwesten der USA ziemlich genau anzusehen. Von San Francisco ging’s durch etliche Nationalparks. Mit unzählbar vielen Eindrücken. Und mindestens genauso vielen Fotos. Hängen geblieben sind etliche Erinnerungen. Der Nachmittag in Bryce Canyon, als ein ums andere immer wieder Regenschauer vorbei gezogen sind und zwischendurch immer wieder die Sonne durch gekommen ist. Und der Morgen darauf, als wir bei einem strahlend blauen Himmel den Sonnenaufgang erlebt haben. Oder die Wanderungen im Zion Canyon, in Capitol Reef und in den Canyonlands.
Und die Nacht an der Küste in der Nähe von Mendocino. Es war einer dieser Tage, an denen einfach alles passt: Die Fahrt zum Resort an der Küste war ein Traum, im Resort selber haben wir ein Upgrade auf ein kleines Häuschen bekommen. Und nach etlichen Versuchen die Milchstraße zu Fotografieren haben wir auf dem Rückweg vom Restaurant zu unserem Häuschen auf einmal Millionen Punkte am Himmel glitzern sehen (ok, was ist jetzt vielleicht etwas poetisch. Aber es war ein echt cooler Moment). Einer dieser Momente, die hängen bleiben.
Und auch aus den ganzen Reisen in diesem Jahr immer noch hervor stechen werden.

Wir sind gespannt, was das nächste Jahr so bringen wird. Und wenn ihr ab und zu in unseren Blog reinlest, werdet ihr es miterleben 🙂

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