Das war 2021 – Bergzeiten

Würde man sich im Rückblick ein Motto für die Reisen eines Jahres überlegen, müssten wir meistens länger darüber nachdenken. Es wäre gar nicht so einfach, eine gemeinsame Klammer über unsere Trips eines Jahres zu finden. Zu vielfältig und unterschiedlich sind unsere Reisen über’s Jahr verteilt bisher gewesen, als dass man sie kurz und prägnant zusammen fassen könnte. Das wurde uns so richtig bewusst, als wir dieses Jahr unser Projekt “ZeitReisen” angegangen sind. Das Konzept: Ein Bildband über alle unsere Reisen, die wir bisher zusammen erlebt haben: von Roadtrips über Städtetrips bis hin zu Wanderwochenenden. Die Spielregeln: Pro Reise ein Bild, alle Bilder chronologisch angeordnet. gar nicht so einfach …

Für 2021 ist es hingegen relativ einfach einen gemeinsamen Nenner zu finden: Berge, Alpen, Outdoor. Es gab bisher wenige Jahre, in denen wir soviel Zeit in den Bergen beim Wandern, Fotografieren und Entspannen verbracht haben. Sei es auf Tagesausflügen in’s Allgäu, bei Nachtausflügen um Sterne und die Milchstraße zu fotografieren oder auch für kurze und längere Trips wie nach Südtirol, in’s nahe Ehrwald oder in die Schweiz. Wir haben uns zudem einige Wanderungen vorgenommen, die zwar wunderschön sind aber zu “normalen” Zeiten, weil sie eben so wunderschön sind, auch ziemlich überlaufen sind.
Darüber hinaus hätten wir im letzten Jahr fast ein Jubiläum feiern können: Unsere 100. gemeinsame Reise. In 2021 haben wir es nicht ganz geschafft aber im neuen Jahr stehen die Chancen nicht schlecht. Wohin sie uns bringen wird? Das wissen wir noch nicht so genau. Aber so wie es aussieht, wird es ein Land werden, welches einen ganz besonderen Platz bei uns einnimmt.

Wie schon angedeutet war 2021 sehr berglastig. Los ging es mit zwei kurzen Wochenendtrips nach Saalfelden und zum Seeebensee bei Ehrwald. Nachdem die allgemeine Lage wieder etwas stabiler wurde sind wir für knapp zwei Wochen ganz klassisch nach Italien: Südtirol und Lago Maggiore waren die Reiseziele der Wahl. Als nächstes standen dann die Schweizer Berge auf dem Plan. Die Gegend rund um den Genfer See wollten wir uns schon lange mal ansehen und die Wanderung zum Aescher Wildkirchli im Appenzeller Land ist eine der oben beschriebenen, sehr beliebten und häufig überlaufenen Wanderungen, die wir dieses Jahr angegangen sind. Dazwischen waren wir nochmals kurz in Saalfelden, ein zweites Mal in diesem Jahr, wo wir dann leider von einem kleinen Wintereinbruch im August überrascht wurden.
Zur Herbstlaubfärbung haben wir dann ein paar Wochen in Schweden verbracht. Auf unserer Rundreise durch Südschweden haben wir die dortigen Landschaften in unterschiedlichsten Varianten von Herbstlaub erleben können. Im südlichen Teil war es noch recht grün auf den Bäumen, in der Mitte war die Herbstlaubfärbung schon in vollem Gang und an den etwas nördlicher gelegenen Küsten hatte der Herbstwind die meisten Blätter schon weggepustet.

Aber nun erst einmal der Reihe nach und von Anfang an

Saalfelden, die Erste – Ein kleines bisschen Reisen

In Zeiten des Lockdowns und der Ausgangssperren sind wir viel in den Bergen des Allgäu unterwegs gewesen. Als es wieder möglich wurde, ohne Probleme über Grenzen zu reisen, haben wir den Sprung nach Österreich “gewagt”. Was im Rückblick vielleicht etwas unwirklich und übertrieben vorsichtig erscheint, war zu der Zeit noch Realität. Die Grenzen konnte man nur überfahren, wenn man sich vor Reiseantritt elektronisch registriert hat. Für den Rückweg nach Deutschland galt das selbe. Große Flugreisen waren noch in weiter Ferne. Also backen wir erst einmal kleinere Reisebrötchen und fahren nach Saalfelden an’s Steinerne Meer. Die Appartments dort sind super und bei unserem letzten Besuch dort haben wir bei Weitem noch nicht alle Wanderungen geschafft, die wir uns vorgenommen hatten. Neben den Wanderungen fahren wir dieses Mal die Großglockner-Hochalpenstraße (mit der Pasterze am Ende der Straße, einem größtenteils weg getauten Gletscher unterhalb des Großglockners), besteigen bei Regen den Pfad an den Krimmler Wasserfällen (dort sind wegen Corona eh schon viel weniger Besucher als sonst und Dank des Regens haben wir die Wasserfälle am Ende komplett für uns allein) und schauen auf der Heimfahrt noch im Zauberwald am Hintersee vorbei.

Und wieder bleibt eine Wanderung offen. Wir beschließen kurzfristig im Sommer nochmals zurück zu kommen, in der Hoffnung den Aufstieg zur Peter-Wiechenthaler-Hütte in Angriff nehmen zu können. Mehr dazu weiter unten. Soviel sei aber schon verraten: Wir müssen noch ein weiteres Mal zurück kommen.

Eindrücke einer der vielleicht aufregendsten Reisen nach Österreich finden sich in unserem Artikel über das Wanderwochenende am Steinernen Meer.

Ehrwald – Eisschollen im See, Feuer am Berg

“Seid’s ihr auch wegen den Feuern da?” fragte uns der nette Mensch als wir am Freitag Abend in unser Appartment in Lermoos einchecken. Wir schauen uns an, vor unserem inneren Auge bilden sich Fragezeichen … und wir fragen nach, welche Feuer er denn so genau meint. Nach einer kurzen Erklärung zieht ein breites Grinsen in unsere Gesichter. Es ist eine der Überraschungen auf unseren diesjährigen Reisen, diese Feuer.

Eigentlich sind wir für ein Wochenende nach Lermoos gekommen um zum, in der Regel stark überlaufenen, Seeebensee zu wandern. Dank Social Media hat es der See zu einer gewissen Berühmtheit gebracht und so haben wir uns in dieser reisemäßig noch recht eingeschränkten Zeit ein Wochenende im Juni ausgesucht um die Wanderung anzugehen. Der Plan sollte aufgehen. Sonniges Wetter, noch nicht allzu heiße Temperaturen, am blauen Himmel ein paar weiße Wolken. Vorbei an Almwiesen, die gerade in voller Blüte stehen, machen wir uns auf den Weg hoch zum See. Etwas weiter oben werden wir von dem einen oder anderen vollgeladenen Pick-Up überholt. Ob diese auch etwas mit den Feuern zu tun haben?

Als wir am See ankommen, machen wir eine kurze Pause, bevor es weiter geht zur Coburger Hütte und zum dahinter liegenden Drachensee. Die letzten Höhenmeter sind nochmals etwas knackiger, aber die Hütte, die Mahlzeit und der Ausblick auf’s Zugspitz-Massiv treiben uns an. Im Drachensee unter der Coburger Hütte schwimmen noch Eisschollen. Der Winter hier oben ist noch nicht allzu lange her. Nach einer kurzen Pause machen wir uns auf den Rückweg. Auf dem Weg hinunter in’s Tal sehen wir in den Felswänden dann schon die ersten Rauchwolken aufsteigen.

Bei Einbruch der Dunkelheit versammeln wir uns wie hunderte andere Menschen auf den Wiesen zwischen Lermoos und Ehrwald. Von hier unten hat man einen uneingeschränkten Blick auf die Berge rundherum. An einem weit entferneten Berg erkennen wir das erste Feuer. Es sieht aus, wie ein Signal. Danach tauchen an den Bergen rund um uns herum weitere Feuer auf. Mit der Zeit erkennt man Figuren und Symbole. Meist kirchliche Symbole, aber auch eine Jerry-Maus sind zu erkennen. An manchen Bergkämmen, so auch an der Zugspitze auf über 2000m, werden feine Ketten aus Lichtern sichtbar. Seit 2010 zählen die Sonnwendfeuer in der Tiroler Zugspitz-Arena zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe. Wir wollten sie uns schon lange einmal sehen … so sind wir jetzt durch Zufall schneller dazu gekommen, als wir uns gedacht haben.

Mehr Informationen zu unserer Wanderung hoch zum Seeebensee und den Sonnwendfeuern gibt’s unter Bergseen und Bergfeuer.

Südtirol – Von den Dolomiten zum Lago Maggiore

Nachdem uns unsere ersten beiden Kurz Trips dieses Jahr bereits in die Berge geführt hatten, haben wir uns für unsere erste längere Auszeit dieses Jahr wieder für die Berge entschieden. Etwas unschlüssig wo es genau hingehen soll, haben wir es dem Zufall überlassen und kurzfristig ein nettes Apartment in der Nähe von Alta Badia gefunden. Und so führte uns diese Reise wieder einmal nach Südtirol, allerdings in eine Ecke, die bisher noch ein weißer Fleck für uns war. Hier ist Südtirol rauher als rund um Meran oder Richtung Vinschgau. Die Täler tiefer, die Berge schroffer. Genau das richtige Terrain für ausgiebige Wanderungen.

Nach ein paar Tagen wechselten wir dann die Seiten. Hinüber in’s eher liebliche und sanfte Südtirol rund um Meran und Richtung Vinschgau. So machen wir unseren zweiten Stopp in der Nähe von Naturns. Wir erkunden das Martell-Tal mit der Plima-Schlucht, befahren endlich einmal das Stilfser Joch und entdecken für uns das Val Mustair auf schweizer Seite. Das Val Mustair und der Schweizer Nationalpark sind in diesen Tagen auf unserer Reisewunschliste ein ganzes Stück weiter nach oben gerückt. Da werden wir im nächsten Jahr sicherlich nochmals für längere Zeit vorbei kommen.

Über Livigno fahren wir zu einem sehr kurzen Abstecher nach Varenna an den Comer See und weiter zu unserer letzten Etappe dieses Urlaubs, dem Lago Maggiore. Wir haben (wieder durch Zufall) spontan noch ein wunderbares Appartment gefunden, in dem wir die etwas verregnete Zeit verbringen konnten. Gut, im Rückblick sind die Tage am See vielleicht gar nicht so schlecht gewesen. Wir konnten einige kleine Städtchen am Seeufer erkunden, die Gegend um den Lago erfahren mit dem Lago d’Iseo, lediglich mit dem Wandern in den Bergen hat’s nicht so ganz geklappt. Vielleicht beim nächsten Mal wieder.

Mehr zu unseren Tagen in den Dolomiten und am Lago Maggiore, den Passstraßen und den Wanderungen findet ihr auf diesen Seiten.

Genfer See – Weinberge und mondäne Städte

Das Reiseglück scheint es dieses Jahr nicht sonderlich gut mit uns zu meinen. Hatten wir in den letzten Jahren auf fast allen Reisen das Glück meist auf unserer Seite (mit ein paar Ausnahmen, natürlich) so scheint es dieses Jahr nicht so recht geschmeidig zu laufen. Die paar Tage am Genfer See beginnen mit einem Freitag-Abend-Stau bei hochsommerlichen Temperaturen rund um Zürich. Was an sich nichts Außergewöhnliches ist für einen Freitagabend rund um Zürich. Wir kommen abends doch noch einigermaßen rechtzeitig in unserem Appartment in Lausanne an, sodass wir am nächsten Morgen wieder früh los können. Und wir kommen mit unserem Auto immerhin bis … zur nächsten Raststätte auf der Autobahn. Die heißen Temperaturen scheinen ihren Tribut zu fordern und so nähert sich die Temperaturanzeige in unserem Auto rasant dem roten Bereich. Bei den sommerlichen Temperaturen nehmen wir die nächste Ausfahrt von der Autobahn und legen lieber einen Boxenstopp ein. Der dann etwas länger dauert als gehofft aber so einen gewissen Charme hatte es dann doch auf einer schweizer Autbahn-Raststätte hoch über dem Genfer See zwischen Lausanne und Montreux gestrandet zu sein. Was hier an Autos zum Tanken vorfährt gleicht manchmal fast schon einem kleinen Genfer Autosalon. Trotz allem sind wir froh, als uns der Mechaniker vom Schweizer-Ableger des ADAC das OK gibt, mit unserem Auto noch ein wenig weiter fahren zu können. “Aber Montag müsst ihr spätestens in die Werktstatt” redet uns der nette Mechaniker in’s Gewissen … nun ja, wir überlegen noch …

Dann kann’s also losgehen. Wir erkunden die Landschaften rund um den Genfer See. Die großen Höhenmeter auf den Alpenpässen östlich vom Genfer See ersparen wir unserem geschundenen Auto, aber wir machen ausgiebige Wanderungen durch die Weinterassen des Lavaux, erkunden Montreux und das Chateau Chillon und machen einen Abstecher in’s Vallée de Joux im Schweizer Jura.

Für die Heimfahrt meiden wir stauträchtige Autobahnen und suchen uns statt dessen schöne Nebenstrecken aus. Wir fahren durch’s liebliche Emmental, vorbei am Walensee, machen einen Abstecher nach Lindau und tragen unser Auto danach sanft die letzten Kilometer bis nach Hause.

Die schönen Seiten unseres Trips an den Genfer See gibt es hier zum Nachlesen.

Saalfelden, die Zweite – Winter im Sommer

Dass wir zweimal innerhalb eines Jahres an’s gleiche Ziel fahren, kommt selten vor. In diesem Fall hatten wir noch eine “Rechnung offen” von unserem Besuch im Frühjahr: Die Peter Wiechenthaler Hütte am Rande des Steinernen Meers. Im Frühjahr hatten wir’s zeitlich nicht mehr geschafft hoch zu dieser exponiert gelegenen Hütte zu wandern. Und weil es uns in den “Bewegten Bergen” immer sehr gut gefällt, hatten wir gleich bei der Abreise im Frühjahr schon das Wochenende im Sommer gebucht. Lediglich: Auch hier meint es der Gott des Reiswetters mit uns nicht allzu gut und hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Schnee im Sommer. Die ersten beiden Tage haben wir noch gehofft, das Wetter möge aufreißen. Haben uns die Zeit mit kleineren Wanderungen vertrieben wie die hoch zur Einsiedelei über Saalfelden, sind durch das leicht morbide Bad Gastein spaziert und haben ein wenig die Seele baumeln lassen. Als dann aber am letzten Tag die Bergspitzen rund um Saalfelden weiß überzuckert waren, haben wir beschlossen, dass es wohl noch eines dritten Versuchs bedarf um zur Hütte hoch zu wandern.

Was man bei durchwachsenem Wetter rund um Saalfelden trotzdem so machen kann beschreibt unser Artikel zu Saalfelden.

Appenzeller Land – Berggasthof Aescher Wildkirchli

Die Aussicht auf ein sonniges Wochenende im Appenzeller Land und ein nettes Apartment in der Altstadt von St. Gallen sind schon einmal zwei gute Voraussetzungen für eine Wanderung, die wir schon lange einmal machen wollten. Von Wasserauen über den Seealpsee hoch zum Berggasthaus Aescher Wildkirchli. Eben jenes Gasthaus, welches eines der ältesten Gasthäuser der Schweiz ist und weltweite Berühmtheit erlangt hat, als es auf dem Cover des National Geographic Magazins abgedruckt wurde. Auf dem Hochweg können wir für kurze Zeit die spiegelglatte Oberfläche des Seealpsees bewundern in der sich der Säntis spiegelt und nachts die Milchstraße über dem Alpsteinmassiv. Der See und die Milchstraße waren weitere Höhepunkte des Wochenendes.

Eine Zusammenfassung zu unserem Wochenende im Appenzeller Land mit allem, was wir sonst noch so erlebt haben, findet ihr in unserem Artikel zum Aescher Wildkirchli.

Schweden – Goldener Herbst im südlichen Schweden

Unser Roadtrip nach Schweden war wieder einer jener Urlaub, in denen wir so viele unterschiedliche Eindrücke gesammelt haben, dass es schwer fällt, dies alles in ein paar Zeilen Text zu pressen. Schweden im Herbst ist in der Natur bunt, manchmal ziemlich einsam, häufig naß und windig und in Städten wie Stockholm, Göteborg oder Lund sehr lebhaft. Wir waren überrascht, wie viele Schlösser und Herrenhäuser es gibt, vor allem im Land der Inga Lindström rund um Stockholm.
Die Einsamkeit in Nationalparks wie dem Tiveden oder Åsnens, ohne Mobilfunkempfang, war etwas, was man hier aus dem Süddeutschen Raum nicht mehr kennt (bis auf die Funklöscher des hiesigen Mobilfunknetzes). Auf unser Rundreise haben wir zudem unterschiedlichste Landschaften erleben können. Die flache Küste mit Sandstränden im äußersten Süden und im Osten, die felsigen Schären des Bohuslän an der Westküste, ausgedehnte Wälder und Seen in der Mitte Schwedens, … das alles mit mehr oder weniger buntem Herbstlaub. Und selbst ein Elch ist uns dann auch noch über den Weg gelaufen. Urlaubsglück, wir glauben wieder an dich.

Alles rund um unsere Schwedenreise findet ihr in unserer Zusammenfassung Schwedisches Herbstlaub.

Zeitreisen – Unsere Reisen von 2002 – 2020

Die letzten Jahre war das Motto “Nach der Reise ist vor der Reise” maßgeblich für uns. Sobald wir von einer Reise zurück kamen war der nächste Trip meistens schon geplant, zumindest gebucht. War am Ende der einen Reise in seltenen Fällen noch nichts für die nächste Reise gebucht, weder Flug, noch Unterkunft, noch Mietwagen, hat es sich angefühlt als wären wir in einem Vakuum. Und manchmal sind wir Montags von einer Reise zurück gekommen und Freitags wieder in’s nächste Flugzeug gestiegen.

Wieviel wir wirklich unterwegs waren und wo wir überall gewesen sind konnten wir nicht mehr so richtig greifen. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee zu unserem Projekt ZeitReisen. Ein Bildband über alle Reisen, die wir bisher gemeinsam unternommen hatten.
Die Einschränkungen, die wir uns dabei selbst auferlegt hatten: Pro Reise lediglich ein Bild und die Anordnung der Bilder im Buch muss streng chronologisch erfolgen.
Neben der Herausforderung lediglich ein Foto pro Reise auszuwählen haben sich durch die chronologische Reihenfolge spannende Doppelseiten ergeben: Auf der linken Seite ein Bild mit isländischen Gletschern, auf der gegenüberliegenden rechten Seite das liebliche Salzkammergut mit seinen Bergen und Seen. Links die futuristische Skyline der Marina Bay in Singapur, rechts das Zillertal im Frühling mit verschneiten Bergspitzen. Links Saalfelden am Hochkönig, rechts ein japanischer Tempel im Herbstlaub. Und dazwischen liegen jeweils nur wenige Wochen.

Einen kleinen Einblick in den Bildband gibt der Artikel ZeitReisen.

Allgäu – Kleine Auszeiten

Wenn wir einmal nicht auf Reisen unterwegs waren, haben wir an den Wochenenden viel Zeit im Allgäu verbracht. Schon recht früh im Jahr waren wir auf Winterwanderungen unterwegs. Sobald die Milchstraße wieder über den Horizont gestiegen ist waren wir auch wieder Nachts unterwegs und konnten in diesem Jahr unseren ersten vollständigen Bogen der Milchstraßen fotografieren. Häufig haben wir versucht etwas abseits gelegene Routen zu finden um den Touristenströmen aus dem Weg zu gehen. Das waren vielleicht nicht immer die spektakulärsten Routen, aber so sind wir an Ecken des Allgäus vorbei gekommen, die wir so bisher noch nicht kannten.

Am Ende des Jahres hatten wir so eine ganze Menge schöner Erinnerungen gesammelt, von denen wir einen kleinen Teil in unser Portfolio mit aufgenommen haben.

Jetzt ist es Anfang 2022. Eine gewisse Unsicherheit schwingt immer noch mit, wenn man sich Gedanken um mögliche Roadtrips im neuen Jahr macht. Was aber auch einen positiven Nebeneffekt hat: Man nimmt Reisen, vor allem weite Reisen, immer noch nicht als selbstverständlich hin. Und das sollten sie vielleicht auch nie mehr werden. Es sollte immer etwas Besonderes sein, wenn man eine Fernreise antritt. Man sollte sich dessen bewusst sein was es bedeutet und was es für Auswirkungen hat, für mehrere Stunden in ein Flugzeug zu steigen.

Aber trotz allem sollte der Spaß und die Neugierde darauf etwas Neues zu entdecken langfristig wieder in den Vordergrund rücken. Denn es gibt noch so viele spannende Orte auf der Welt, die es noch zu entdecken gibt. Der Fotograf Michael Martin hat vor Kurzem sein neues Projekt gestartet: Die Welt zu fotografieren. Wir sind gespannt, was dabei heraus kommen wird. Und freuen uns jetzt schon darauf, welche Ecken der Welt wir dieses Jahr noch entdecken werden.

  Schwedisches Herbstlaub Funkenfeuer zum Winterende