Berge, Burgen und Dörfer im Schweizer Jura

Fünfzehn grad, bewölkt, teils leichter Regen. So beginnt unser Tag heute. Wir fahren ins Jura Gebirge, eine knappe Stunde von Lausanne entfernt.

Bei Le Pont am Lac du Joux startet unsere Wanderung. Das Vallée du Joux ist auch bekannt für seine Geschichte der Uhrmacher, die wir aber nur am Rande streifen. Als wir loslaufen bläst ein starker Wind, der die Wolken über den Himmel treibt. Mal Sonne, mal bedeckt, ein schneller Wechsel. Der Wind wird auf der Wanderung unser ständiger Begleiter sein. Wir gehen bergan hinauf zum Dent de Vaulion. Die Wanderung geht im Wechsel über Wald- und Fahrweg stetig bergan. Der Weg ist einfach, nur der Wind pustet uns teils stark entgegen. Das letzte Stück hinauf zum Gipfel geht über eine Wiese, da muss ich schon fast aufpassen, das mich die nächste Windböe nicht leicht versetzt.

Oben angekommen gibt es einen herrlichen Rundum-Blick. Auf die umliegenden Seen, bis hin zu Säntis, Pilatus und Matterhorn. Die Berge sieht man nur bei wirklich guter Sicht. Die acht Seen, welche man von hier oben sehen soll, sieht man auch wenn’s diesiger ist. Wir finden trotzdem nur fünf Seen. Und sind trotzdem froh, dass das Wetter gehalten hat und die Sicht doch gar nicht so übel ist. Der Wind zwingt uns allerdings bald wieder zum Abstieg. In einem Rundweg gehen wir windgeschützt durch den Wald „hinter dem Berg“ herum zurück nach Le Pont.

Auf dem Rückweg machen wir noch einen Abstecher nach Romainmôtier. Das Dorf gilt als eines der schönsten und die Abteikirche als eines der besterhaltenen romanischen Bauwerke in der Schweiz. Der alte Stadtkern mit seiner gotischen Kirche ist beeindruckend gut erhalten. Die (oder der) Nozon schlängelt sich durch den Dorfkern. Da es schon recht spät am Tag ist, verschieben wir die Wanderung durch die Nozon Schlucht und zur Cascade Du Dard auf das Nächste Mal. Ebenso die Wanderung zu den Felswänden am Creux du Van.

Auf der Rückfahrt nach Lausanne halten wir noch in La Sarraz und schlendern durch den Burggarten. Der Himmel reißt nochmal kurz auf und bietet uns ein paar Sonnenstrahlen.

Abends gibt’s dann noch ein paar Nacht-Fotos in Lausanne. Die Kathedrale schön angestrahlt, Menschen in den Gassen und Restaurants. Aus dem Café neben an hören wir Songs aus dem 80ern live gespielt von einer Akustik-Band. Ein schönes Foto-Erlebnis. Wie lange waren wir schon nicht mehr nachts in einer Stadt unterwegs, haben fotografiert und den Sommer genossen …

  Die Weinberg Terrassen von Lavaux Ein Kessel voller Gold am Ende der Milchstraße