Rund um den Fuji und Hakone

Sechs Uhr morgens. Wir stehen an der Chureito Pagode. Dem Fotospot am Fuji. Nach 400 Stufen ist auch das Sportprogramm für heute geschafft. Und dann stehen wir da. Die Pagode schön von der Sonne angestrahlt. Aber der Fuji tief hinter den Wolken versteckt. Ab und zu schaut die Flanke hervor.

Einige ältere Damen machen Frühsport auf dem Platz neben der Pagode. Synchron in der Gruppe werden die Arme geschwenkt, der Rumpf gebeugt und der Körper gedreht. Mit einem Klatschen und Verbeugung endet das Sportprogramm.

Es ist mittlerweile kurz vor sieben. Die Sonne ist weg. Aber der Berg ist nun zumindest teilweise sichtbar. Ein erster Hoffnungsschimmer.

Zu früh gefreut. Es zieht wieder zu und das Warten geht weiter. Mit uns wartet noch ein Pärchen aus Taiwan. Wir unterhalten uns ein wenig. Aber eine halbe Stunde später ist der Himmel vollständig von Wolken bedeckt. Den Fuji werden wir so schnell nicht sehen. Zeit, frühstücken zu gehen.

Die Wolken ziehen weiter zu. Also entschließen wir uns die Gegend um den Mount Hakone zu erkunden. Auf den Passstraßen rund um den Berg schauen wir uns die sich den Berg hinauf schlängelnden Straßen von oben an.

Nachmittags fahren wir zum Ashino-ko See am Fusse des Mt. Hakone. Der Hakone Schrein ist über eine lange Treppe und durch mehrere rote Tori zu erreichen. Das unterste Tori ist als Fotomotiv beliebt, da es im Wasser steht. Hier stehen Touristen auch mal 15 Minuten Schlange, bis sie ihr Selfie knipsen können.

Zum Abschluss fahren wir nach Owakudani. Die Bergstation der Seilbahn ist auch gut mit dem Auto zu erreichen. Hier wird Schwefel abgebaut. Schon von weitem ist der Geruch eindeutig. Überall steigt Rauch auf und der Berg ist gelb von austretendem Schwefel an den Abbaustellen.

Am Rückweg merken wir dann wie richtig unsere Entscheidung war, nicht bei den fünf Seen um den Fuji zu bleiben sondern nach Hakone zu fahren. In Fujiyoshida regnet es. Der Fuji bleibt hinter den Wolken und wird sich heute nicht mehr zeigen.
Wir werden unser Glück morgen nochmals versuchen. Dann pünktlich vor Sonnenaufgang

  Daitoku-ji Tempel (Kyoto) Fuji und Nikko