Unsere Reise führt uns weiter nordwärts. Genau genommen heute bis Santiago de Compostela in Spanien.
Am Weg halten wir an der Küste beim Leuchtturm “Farol der Leça”. Ein schöner geringelter Turm, gut gepflegt. Davor am Ufer führt ein gelber Fußweg entlang der Küstenlinie. Ein Teil des Jakobswegs, vermuten wir. Zumindest kommen uns viele Wanderer mit Jakobsweg-Muscheln am Rucksack entgegen.





Weiter nördlich fahren wir über die Grenze nach Spanien. Brav stellen sich unsere Uhren um. Der Tag hat heute eine Stunde weniger, dank der Zeitverschiebung. Hier möchte man nicht über die Grenze zum Arbeiten pendeln. Aber, die Stunde holen wir uns wieder zurück, wenn wir in ein paar Tagen wieder nach Portugal fahren.
An der Küste weiter nördlich stoppen wir nochmals bei einem Leuchtturm: Cabo Silleiro. Schön an der raueren galizischen Küste gelegen, steht der rot geringelte Turm etwas oberhalb an der Küste.




Abends sind wir in Santiago di Compostela. Dem finalen Ort des berühmten Jakobswegs.
Vor der Kathedrale sehen wir Menschen die sich in den Armen liegen und freuen, den Weg geschafft zu haben. Einige ruhig für sich, sitzend, genießend. Andere machen super viele Fotos, es gibt Umarmungen, Tränen, Wiedersehen. Eine bunte, emotionale Mischung an Gefühlen.


Am Eingang der Kathedrale findet auf dem Platz ein Konzert statt. Weiter hinten eine kurze Warteschlange. Wir stellen uns einfach Mal an – und wir haben Glück. Es dürfen nach der Abendmesse noch Besucher in die Kathedale. Der Altarbereich ist unglaublich verziert und geschmückt.



Gegen 21 Uhr wird es dann ruhig in den Gassen. Die Läden sind geschlossen, nur noch wenige Menschen unterwegs. Die Sonne zieht sich ebenfalls zurück. Wir genießen die Ruhe und schlendern noch ein wenig durch sie verwaisten Gassen.






Den Abend beenden wir auf dem Platz vor der Kathedrale. Der Mond geht gerade auf hinter den Spitzen und Zinnen der beiden Türme. Es ist bald Vollmond, der blaue Mond, der zweite Vollmond in diesem Mai.
