Die Costa del morte schreibt viele Geschichten. Meistens trübe Geschichten von Seefahrern, die an den Klippen und Felsen vor der Küste ihr Leben lassen mussten.
Eigentlich ein Ort, der düster ist von seiner Geschichte her, doch heute bei strahlendem Sonnenschein wirkt die so gefährliche Küste fast schon harmlos. Nur fast. Schaut man genauer auf das Treiben und Tosen der Wellen, so kann man sich durchaus vorstellen, dass es bei trübem Wetter hier ganz anders ist. Entsprechend bietet die Küste viele Leuchttürme. Und genau die schauen wir uns heute an.
Die ein oder andere Anfahrt gestaltet sich auch schon etwas abenteuerlich. Durch enge Gassen in kleinen Orten, bergauf, bergab, am Ufer entlang… Irgendwie kommt man immer an. Doch kennt man besser die genauen Ausmaße seines Autos.
Bevor wir losfahren schauen wir noch einmal zum Strand vor unserem Hotel. Ein Nachbar erzählt uns in einer Mischung aus spanisch und ein bisschen englisch, dass vorhin fünf Delphine in die Bucht geschwommen sind. Delphine haben wir noch nie im offenen Meer gesehen. Wir halten die Augen offen … Aber es bleibt dabei: wir haben sie noch nie gesehen.



Unsere ersten beiden Stopps zeigen gleich mal die düstere Seite der Küste: im cemeterio der inglese liegen die Seefahrer drei gekenterter britischer Schiffe. Und am ersten Leuchtturm, dem Faro de Roncudo, zeigen Kreuze, dass in diesem Küstenabschnitt auch nicht immer alles mit einem happy end ausgegangen ist.



Der Faro de Punto Nariga ist ein eher moderner Leuchtturm – sehr kleine, sehr verwinkelte Straßen führen zu ihm. Da wird die Navigation zur Herausforderung.
Sein Fundament wirkt wie der Bug eines Schiffs. Auf dem Parkplatz, ein großer Drachen aus Fels und kleiner lebendiger Dino! Ok, es ist eine Eidechse. Aber immerhin eine recht große. So für europäische Verhältnisse.





Unterwegs in einem kleinen Ort ist eine relativ große Tankstelle (unerwarteterweise). Bei einem Benzinpreis von 1,54 Euro schlagen wir auch gleich zu.
A Coruña ist einer der größeren Städte in der Region. Beim hineinfahren in die Stadt sieht man zunächst viel Industrie. In der Altstadt sind die Gassen fast menschenleer. Bei dem Wetter entdeckten wir, dass viele im Freibad oder am Hafen unterwegs sind.
Auch an der Küste mit dem Leuchtturm ist einiges los. Etwas erhoben trotzt er am Rande der Stadt Wind und Wetter, und leuchtet noch heute seine abendliche Runden.
Immer wieder begegnen wir Fußballfans in Trikots. Auch an Fenstern und Plätzen hängen Fahnen. Eine kurze Google Suche erklärt, dass es hier kürzlich wohl einen Aufstieg zurück in die erste spanische Fußball Liga zu feiern gab.














Abends fahren wir noch kurz zu einem privaten Leuchtturm. Dem Faro de Punta Candieira.


