Zu Fuß durch die Stadtviertel von Paris

Gut gestärkt mit dem ersten Pain au Chocolat starten wir in den Tag. Zunächst geht’s durchs Quartier Latin und Saint-Germain-des-Prés.

Kleine Läden und Galerien, von Kleidung über Kunst bis zu feinen Naschereien – Exklusivität ist alles. Ein Laden ist schöner dekoriert als der andere, da bringt der Schaufenster Bummel schon viel Freude. Es ist lebhaft und quirlig im Viertel. Familien sind unterwegs, Pärchen schlendern händchenhaltend durch den trüben Vormittag, andere, oft schick gekleidet, erledigen ihre Besorgungen oder treffen sich mit Freunden zum Kaffee. Auch im Winter sitzen noch viele im Freien, geschützt an der Hauswand, teils unter Zelten und Vordächern.

Im Park Jardin du Luxembourg haben nur die Bäume Winterschlaf. Der Tennisplatz ist gut besucht von Schulkindern, die ihren Sportunterricht bei 8 Grad im Freien ausleben. In einer Ecke unter Bäumen wird gemeinsam Tai Chi gemacht, Personal Training scheint ebenfalls sehr beliebt zu sein und weiter im Park treffen wir auf eine Nordic Walking Gruppe. Unter einem Pavillon wird gemeinsam zum (zweiten) Frühstück gepicknickt.

Wir verlassen den Jardin du Luxembourg wieder und gehen Richtung Saint-Germain-des-Prés. An St. Sulpice, der zweitgrößten Kirche von Paris und bekannt aus dem Film „Sakrileg“ von Dan Brown legen wir eine kurze Pause ein.

An einer Kreuzung finden wir den ersten Space Invader des Tages. Space Invader sind kleine Kunstwerke, die durch das Computerspiel aus den 80er Jahren inspiriert sind und an Häuserwänden in der ganzen Stadt verteilt sind. Es handelt sich dabei um ein Kunstprojekt, das mittlerweile auch weit über Paris hinaus bekannt ist. Und neuerdings kann man sich mittels einer App auf die Suche nach den kleinen Invadern machen.

Zum Mittagessen biegen wir ab nach Les Halles. Und nachdem es dort auch einen Fnac gibt, kommen wir natürlich nicht drumherum und müssen auch da kurz reinschauen. Weiter geht es zur Opera Garnier. Es zieht leichter Nieselregen rein, sodass uns ein paar Passagen gerade sehr gelegen kommen. Bei unserem letzten Besuch in Paris sind wir durch einen Spaziergang in einem Guide Verte von Michelin auf sie Pariser Passagen aufmerksam geworden. Ein paar davon nehmen wir auf dem Weg zur Oper mit. Unser eigentliches Ziel ist aber die Galeries Lafayette, die zu Weihnachten immer besonders geschmückt sind. Unter der bunt verzierten Kuppel des Kaufhauses steht auch dieses Jahr wieder ein riesiger, künstlicher Weihnachtsbaum und die Schaufenster erzählen eine Weihnachtsgeschichte vom Planet Sapin. Als wir oben auf der Dachterrasse ankommen wird es langsam schon wieder dunkdl über Paris. In der Ferne sieht man den Eiffelturm immer Mal wieder aus den Wolken auftauchen. Nach ein paar Minuten Aussicht stürzen wir uns wieder ob’s Getümmel des Kaufhauses.

Die Place Vendome erstrahlt auch im weihnachtlichen Glanz mit dezent platzierten Weihnachtsbäumen. Vor dem Schaufenster von Louis Vuitton bildet sich eine Menschentraube: eine täuschend echt animierte Puppe pinselt Punkte von innen auf die Fensterscheibe. Ob die Ähnlichkeit mit der Queen ein Zufall ist?

Ein paar straßen weiter findet ein Weihnachtsmarkt in den Tuileries statt. Bunte Lichter, ein Riesenrad und belegte Brezn für 8,50 Eur.

Am Seine Ufer entlang mit Ausblicken auf das Musee d’Orsay, den Eiffelturm in der Ferne und die Ile de la Cité geht’s zurück zum Hotel. Nachts nochmals kurz raus durch’s Quartier Latin.

So endet unser Tag ohne Metro in Paris. Gut 16km zu Fuß verteilt auf über 7 Stunden.

  Pariser Abendspaziergang Pariser Facetten