Altmühltal statt Banff: It is, as it is

Die aktuelle Lage hat auch unsere Reisepläne dieses Jahr stark beeinflusst. Drei Kurzreisen mussten wir ganz absagen, ebenso unsere lang geplante Reise in den Westen von Kanada. So sitzen wir nun auf einem Campingplatz im Altmühltal anstatt im Banff Nationalpark.

Camping ist ja nicht’s Neues für uns, allerdings ist es das erste Mal in einem Campervan anstelle eines Zelts. Hymer bietet direkt einen Verleih von Fahrzeugen an, da haben wir uns für den „Grad Canyon“ entschieden. Da ist alles drin inklusive kleinem Bad und dennoch ist das Fahrzeug nicht zu groß. Wir sind gespannt auf unser „Abenteuer“.

Wir haben uns entschieden erst einmal zwei Tage auf einem Campingplatz im Altmühltal zu verbringen um alles in unserem neuen „Reise-Zuhause“ in Ruhe ausprobieren und kennenlernen zu können.

Nach einer noch etwas unruhigen ersten Nacht – alles ist noch neu und jedes Geräusch will erst einmal eingeordnet werden, genießen wir einen sonnigen Wandertag. Vom Campingplatz aus laufen wir erst hinauf zur Burg Kipfenberg. Weiter geht es bergab und wieder bergauf zum Ausblick vom Michelsberg. Über den Schmetterlings-Weg geht es durch Laubwälder bis zum Schloss Arnsberg. Von hier oben genießt man einen schönen Blick hinunter zur Altmühl. Auf dem Panorama-Weg laufen wir zurück nach Kipfenberg. Nach guten 15 km und einigen Höhenmetern (ja, es geht immer hoch und runter zwischen den Bergen) kommen wir wieder am Campingplatz an.

Jetzt kommt Teil zwei unseres Campervan Tests: Duschen. Wir lassen das Wasser aufheizen und bekommen erstmal den Fehler 412. Hm. Ein Blick in die Anleitung sagt uns, das wir das Fenster über der Abluft schließen müssen. Na klar, darauf wurden wir bei der Abholung extra hingewiesen. Klassischer Anfängerfehler. Also Fenster zu, dann klappt es auch mit dem warmen Wasser. Die Duschkabine ist eng, aber gut durchdacht. Das Wasser wohlig warm und so fühlen wir uns gleich wieder frisch und fit.

Über Nacht sind Wolken aufgezogen. Es regnet leicht, ab und zu ein Blitz und Donner. Dann wieder Ruhe. Es ist kalt geworden. Frühstück findet heute in unserem Campervan statt. Das ist richtig gemütlich trotz des kleinen Tischs.

Wir packen alles ein und fahren mit dem Campervan die Altmühl entlang nach Essing. Ein guter Test für das befahren von kleinen Straßen durch Dörfer. In Essing stellt sich dann die Frage: Wo parken? Zum Glück schlägt uns das Navi einen Parkplatz an der Straße vor auf dem wir gut Platz finden.
Von der Burg Randeck hoch über Essing hat man einen schönen Ausblick. Heute mit etwas tief hängenden Regenwolken. Der „Tatzelwurm“, die Holzbrücke über die Altmühl und den Main-Donau-Kanal soll angeblich die längste ihrer Art in Europa sein.

Auf dem Rückweg halten wir in Beilngries. Ein kurzer Spaziergang durch die Altstadt tut gut, bevor wir zurück zum Campingplatz fahren.

Morgen geht es dann gen Norden. Wohin genau wissen wir noch nicht. Aber das ist auch das Schöne an dieser Art des Reisens…

 

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